Was läuft so bei den Lesefüchsen?

Infoveranstaltung in der Ichoschule. Michaela Hanauer-Dietmaier mit Fiona und Hans Wanger

Infoveranstaltung in der Ichoschule. Michaela Hanauer-Dietmaier mit Fiona und Hans Wanger

Die Einladung war ungewöhnlich. Die Lesefüchse riefen zu einer Informationsveranstaltung. Nicht nur für Mitglieder, sondern ebenso für alle Vorleser. Seit eineinhalb Jahren arbeitet der Vorstand mit einer neuen Leitung, seit März dieses Jahres in der jetzigen personellen Zusammensetzung. Über den  regelmäßig versandten Newsletter sind zwar alle Interessenten immer im Bilde, was bei den Lesefüchsen passiert, aber einige Aktive wünschten, sich ein persönliches Bild von der Vereinsleitung zu machen.
Michaela Hanauer-Dietmaier wählte als Moderatorin einen naheliegenden Weg: Sie fragte einfach bei allen Personen im Vorstand, im Beirat und aus der Geschäftsstelle nach, was deren Aufgabe sei. Und wenn die Neugier zu groß schien, schickte sie ihre kleine Füchsin Fiona vor. So erfuhren alle beispielsweise ganz überrascht, dass Christine Ackermann sehr schön singen kann.
Hans Wanger, der stellvertretende Vorsitzende, berichtete, dass der Verein nach Riccarda Boehms überraschendem Rücktritt sich längst wieder seiner normalen und erfolgreichen Arbeit zugewandt habe. Es gab einige Vereinsaustritte, andere sind eingetreten. Kaum mehr als die normale Fluktuation.
Annegret Hillinger bleibt uns in dem Projekt NS-Dokumentationszentrum erhalten. Marlis Engelhardt führt das Projekt Leseförderung weiter. Und Wulfhilt Müller, die aus gesundheitlichen Gründen im März als Vorsitzende zurückgetreten war, hat dankenswerter Weise das Führen der Statistik übernommen. „Das kann ich gut von zu Hause aus bearbeiten“, sagte sie.
Bei der Stadt und bei der Stadtbibliothek, unseren wichtigsten Partnern, laufen die Verträge und Abmachungen unverändert weiter. Daher steht unsere Vorlesearbeit auf solidem Fundament. Bei den Förderern gab es einen Rücktritt, was für die Lesefüchse nur bedeutet, die Suche nach neuen Unterstützern zu intensivieren.


Manfred Lucko ist es in zähen Verhandlungen gelungen, für die Vorleser eine gesetzliche Unfallversicherung zu erreichen. Das bedeutet, dass jeder Einzelne, ohne extra Beiträge dafür zahlen zu müssen, bei der Vorlesetätigkeit unter anderem einen Unfallschutz für Hin- und Rückweg hat.
Das Projekt „Polizeibeamte lesen vor“ wird ab diesem Schuljahr um fünf Schulen erweitert, die vom Polizeipräsidium gewünscht wurden. Im nächsten Jahr feiern wir mit dieser Aktion das zehnte Jubiläum, das wir gebührend feiern wollen.
Auf der Webseite der Lesefüchse, die von Hans-Peter Meier betreut wird, finden sich Berichte über unsere Tätigkeiten. Ganz besonders ans Herz legte Meier den Vorlesern die monatlich wechselnden Buchbesprechungen. Sein Wunsch an die Versammlung: „Bitte schreiben auch Sie eine Rezension! Am besten mit Ihren Erfahrungen, wie der Text bei Ihrer Vorlesegruppe ankam.“ Dann könne man noch mehr Buchempfehlungen veröffentlichen. Rezensionsexemplare, die wir von den Verlagen zugeschickt bekommen, hat Christine Ackermann genügend im Büro zur Verfügung.
Ums Mitmachen ging es auch in der Diskussionsrunde. Es hilft dem Verein, wenn er bei seinen Aktivitäten auf viele Helfer zurückgreifen kann. Das kann die Verantwortung für ein ganzes Projekt sein, die Koordination von Leseteams oder auch mal ein einzelner Fahrdienst. Auf einer Pinwand sammelten sich Wünsche und Vorschläge. Intensivere Schulung der Vorleser, stärkere Leseförderung oder die Suche nach Fördern wurden genannt.

Ein besondere Dank gilt der Ichoschule und seiner Konrektorin Tanja Vogt, die uns ganz und gar unkompliziert einen Raum zur Verfügung gestellt hat.
(hpm)

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