Freifahrt mit dem Riesenrad "Umadum"

Abend­himmel über München. Foto: Elena Reumann

Überra­schung für 150 Lesefüchse: Auf dem Münchner Riesenrad “Umadum” am Ostbahnhof durften Vorleser*innen der Lesefüchse eine kostenlose Rund drehen. Die Münchner Gesell­schaft iCampus, die sich die Stadt­ent­wicklung rund um das ehemalige Pfanni-Werks­ge­lände zur Aufgabe gemacht hat, spendierte Freikarten. “Mit der Heldentat ins Riesenrad” nannten sie diese Aktion, die für Münchner ehren­amtlich tätigen Vereine insgesamt die zehnfache Anzahl von Freifahrten verschenkte. An drei Tagen, zu unter­schied­lichen Zeiten jeweils am späten Nachmittag, trafen sich die Vorleser*innen und drehten in den geschlos­senen Kabinen eine spannende Runde. Die Aussicht ist wirklich atembe­raubend und gewährt unbekannte Perspek­tiven. Beginnend mit dem Haus nebenan, auf dem eine Gruppe von Schafen auf der Dachter­rasse das Gras kurz hält, hinüber zum Hotel Adina mit seinem langge­zo­genem Upside-Balkon und den Liege­stühlen für schwin­del­freie Gäste. Und natürlich der Blick über die Innen­stadt bis hoch in den Norden zum unver­kenn­baren Allianz-Fußball-Schwimmring.

Zwei Gruppen konnten einen brillanten Sonnen­un­tergang über der Stadt bei schönstem Wetter bewundern. Einmal war es regne­risch. Eine halbe Stunde dauert eine Rundfahrt, während der sich die 27 weißen Gondeln ohne Pause gemächlich weiter­be­wegen. Da lässt sich die Aussicht, die bis in eine Höhe von 78 Metern führt, in Ruhe genießen. Birgit Grümmer war am Regentag dabei. Gefallen hat es ihr trotzdem: “Also die Schafe, die da völlig ungerührt in dem Elends­wetter auf dem Dach gegrast haben, also die fand ich entzü­ckend. Und dass alle angemel­deten Lesefüchse trotz schlechtem Wetter gekommen sind.”

hpm

Die beiden Vorleserinnen Sigrid Schmid und Birgit Grümmer oben in einer Gondel des Riesenrads "Umadum".
Die beiden Vorle­se­rinnen Sigrid Schmid und Birgit Grümmer oben in 78 Metern Höhe in einer Gondel des Riesenrads “Umadum”.