Frauen-Power im Vorstand

Mitglie­der­ver­sammlung wählt Vorstand Kommunikation

Am 13. April 2026 hat die jährliche Mitglie­der­ver­sammlung des Lesefüchse e. V. in München stattgefunden. Neu in den Vorstand gewählt wurde Johanna Wünsch. 

drei Frauen lächeln in die Kamera
Vorstän­dinnen seit 13.4.2026: Anita Werner, Carmen Deiseroth und Johanna Wünsch (v.l.n.r.)

„Die Arbeit des Lesefüchse e. V. begeistert mich sehr. Besonders schön ist es zu sehen, wie Geschichten Kinder neugierig machen und ihre Freude am Lesen wachsen lassen. Ich freue mich, Teil dieses engagierten Teams zu sein“, sagt Wünsch. Die Betriebs­wirtin und Mutter zweier Schul­kinder verant­wortet künftig den Bereich Kommunikation. 

Unter­stützen werden sie Silvia Hog, Koordi­nation Öffent­lich­keits­arbeit, und Armin Schubert, Koordi­nation Social Media. 

Die beiden langjäh­rigen Vorstands­mit­glieder Stefan Inderst und Hans-Peter Meier sind vom Vorstand zurück­ge­treten. Sie wurden mit großem Dank für ihr Engagement verab­schiedet. Stefan Inderst war Vorstands­vor­sit­zender des Lesefüchse e. V. von 2019 bis 2025. In seine Zeit als Vorstand fallen die Entwicklung eines gemein­samen Leitbildes, die Einrichtung des Quali­täts­paten und weiterer profes­sio­neller Struk­turen, die für das nachhaltige Funktio­nieren des Vereins maßgeblich sind. Hans-Peter Meier ist seit 2012 Lesefuchs und war von 2015 bis 2026 im Vorstand zuständig für die Öffent­lich­keits­arbeit und für den Inhalt der Lesefüchse-Website.

Auszeichnung Luise-Kiesselbach-Preis

Vorstands­vor­sit­zende Carmen Deiseroth berichtete von den wichtigsten Ereig­nissen des vergan­genen Jahres und den aktuellen Vorle­se­ak­ti­vi­täten: „Besonders hervor­heben möchte ich unser langjäh­riges Koope­ra­ti­ons­projekt „Polizei­beamte lesen vor“, für das die Lesefüchse zusammen mit der Polizei München am 13. März 2026 den Luise-Kiesselbach-Preis des Paritä­ti­schen in der Kategorie „Engagement Partner­schaften“ erhalten haben.

Polizei­prä­sident Thomas Hampel, Lesefüchse-Vorsit­zende Carmen Deiseroth und Polizei­ober­rätin Michaela Vetter freuen sich über den Luise-Kiesselbach-Preis

Diese Koope­ration besteht bereits seit 2007 und verbindet Leseför­derung mit kindge­rechter Prävention. Im vergan­genen Jahr haben Polizeibeamt*innen rund 3.000 Grund­schul­kindern vorgelesen.“

Über 5.000 Kinder bei Veran­stal­tungen erreicht

Zusätzlich zu den wöchent­lichen Vorle­se­stunden in Schulen und Biblio­theken, bei denen Vorleser*innen und auch Mentor*innen des Vereins über 1.200 Kinder erreichten, gab es eine Vielzahl von Sonder­le­sungen sowie weitere Projekte. So konnten sich Vorleser*innen auch beim jährlichen Lesefest für Schul­kinder engagieren, beim bundes­weiten Vorle­setag in den Stadt­teil­bi­blio­theken, bei Lesungen im Verkehrs­zentrum, Geschichten unter freiem Himmel sowie dem Koope­ra­tios­projekt „Toleranz, Ausgrenzung, Kinder­rechte“ mit dem NS-Dokumen­ta­ti­ons­zentrum. Auch das zweispra­chige Vorlesen wurde weiter­ent­wi­ckelt und als Pilot­projekt „Vorlesen Ukrai­nisch-Deutsch“ in einer Transit­un­ter­kunft erprobt.

Mit diesen zusätz­lichen Aktivi­täten und einma­ligen Lesungen haben die Lesefüchs*innen weiteren rund 5.000 Kindern die Freude an Geschichten und das Interesse an Büchern vermittelt.

Förderer gesucht

Finanz-Vorständin Anita Werner erläu­terte den Jahres­ab­schluss für 2025 und stellte den Finanzplan für 2026 vor. Anita Werner wies darauf hin, dass in den nächsten Jahren mit einer Reduzierung der Regel­för­derung durch die Stadt zu rechnen ist und bat um weitere Initia­tiven bei Spenden und Förder­geldern: „Wir freuen uns über jeden Beitrag und danken allen, die den Lesefüchse e. V. bereits unter­stützen sehr herzlich!“