
Am Internationalen Tag der Muttersprache in der Stadtbibliothek Neuhausen am 21. Februar wirkte das zweisprachige Lesefüchse-Team mit. Die ehrenamtlichen Lesefüchse Margaret Allan und Stefanie Tschigg lasen den Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren abwechselnd auf Englisch und Deutsch vor, ein lebendiges Beispiel dafür, wie selbstverständlich Mehrsprachigkeit im Alltag funktionieren kann.
Auf dem Programm standen der Kinderbuchklassiker The Very Hungry Caterpillar / Die kleine Raupe Nimmersatt sowie das in Deutschland weniger bekannte Bilderbuch It’s a George Thing. Darin entdeckt Zebra George, dass Tanzen genau sein Ding ist, findet nach anfänglichen Schwierigkeiten die Unterstützung bei seinen Freunden Peachy und Moon und überwindet dadurch sein Lampenfieber bei seinem Auftritt in einer Show. Eine Geschichte, die das Publikum sichtbar berührte. Am Ende tanzten die kleinen und großen Zuhörerinnen und Zuhörer begeistert mit.
Bibliotheksleiterin Susanne Meier betonte bei ihrer Begrüßung, dass Vorlesen, auch das Vorlesen in der Muttersprache (sprachwissenschaftlich oft als Erstsprache und sozialpolitisch als Herkunftssprache bezeichnet) wichtige Angebote für die 23 Prozent aller Kinder sind, die zwar in Deutschland leben, aber in der Familie nicht primär mit Deutsch aufwachsen. Die Stadtbibliothek Neuhausen machte gemeinsam mit den Vorleserinnen von Lesefüchse e.V. mit ihrem Einsatz deutlich, dass gemeinsames Lesen, das Entdecken von Gefühlen und der Austausch über Geschichten einfach Spaß machen.
Bericht: Lesefüchsin Dr. Doris Hennemann