Zusammen unter einem Himmel - Für eine vereinte Welt

Details

Autor: Britta Teckentrup

Illustrator: Britta Teckentrup

Verlag: arsEdition

ISBN: 978-3-8458-1973-00

empfohlen von: Annegret Hillinger

in der Stadtbibliothek: Stadtbibliothek Am Gasteig / Kinder- und Jugendbibliothek

zu finden im Interessenkreis: Bilderbuch / Miteinander leben

unter der Signatur: b TEC

Ein weiteres Bilderbuch von Britta Teckentrup, der bekannten Illus­tra­torin und Autorin vieler wunderbar gestal­teter Bilder­bücher – (siehe auch die Lesefuchs­emp­fehlung “Bienen”).

Einem Interview der Künst­lerin mit dem Deutsch­landfunk im April 2017 entnahm ich, dass Britta Teckentrup das Bilderbuch “Zusammen unter einem Himmel” zu Beginn der Flücht­lings­welle begonnen hat, es sei ihr aber gar nicht bewusst gewesen, dass das Buch mit der aktuellen gesell­schaft­lichen Situation zu tun habe, aber es stehe dafür – für eine vereinte Welt.

Diese vereinte Welt unter eben dem einen Himmel wird durch Tiere, als Paar, als Schwarm wie Fische und Vögel oder als Familie wie Hirsche, Bären oder einer aller­liebsten Hasen­fa­milie darge­stellt. Auch dieses Buch hat wieder Gucklöcher, diesmal je nach Situation als Wolke, Herz, Tau- oder  Regen­tropfen oder in Form eines Vogels bezie­hungs­weise Fisches und als Kreis, der sich in den goldenen Vollmond verwandelt.

Das Buch erzählt keine Geschichte, sondern umfasst unter einer Überschrift und einer weiteren Textzeile jeweils zwei verschiedene Orte unter dem gleichen Himmel. “Wir leben unter einem Himmel, … hier bei uns zu Hause, … in jedem weit entfernten Land”. Das Zuhause wird von einer Katzen­fa­milie reprä­sen­tiert, das ferne Land von einer Löwen­fa­milie. “Wir spüren dieselbe Liebe, ..in Schnee und Eis, …in lauen Sommer­nächten”. Ein Herz als Guckloch  und zwei Pinguine auf eine Eisscholle vor schwarz­blauem  Himmel mit goldenem Mond – allein die elegante Darstellung der beiden Pinguine ist unbeschreiblich schön. Die laue Sommer­nacht in der Savanne mit einander zärtlich anbli­ckenden Tigern und mitten im “Guckloch­herzerl” der gleiche Mond wie bei dem Pinguinpärchen.

Das Schlussbild dieses so poeti­schen Buches ist noch einmal ein Höhepunkt, vereint es doch fast alle Tiere des Buches unter einem goldenen Vollmond. “Wir träumen dieselben Träume … und wir träumen sie … zusammen…”. Auch wenn kleinere Kinder den kurzen Text noch nicht begreifen, so dürften sie  anhand der ausdruck­starken, aber herzal­ler­liebsten Tierbilder den Sinn des Bilder­buchs unter Anleitung schon erfassen können. Größere Kinder dürften mit Text und Bild auch den Gedanken eines toleranten Zusam­men­lebens leicht verstehen.