Yuki und die Wellen

Details

Autor: Tim Winter­scheid

Illustrator: Pia Himmelein

Verlag: Jupiter­monder Verlag 2026

ISBN: 978–3‑949239–47‑2

empfohlen von: Michaela Hanauer-Dietmaier

Vom Meer träumen vermutlich viele – am Strand liegen, im Wasser plant­schen, Sandburgen bauen … das klingt nach Ferienspaß pur. Yuki kann das sogar jeden Tag genießen, er lebt nämlich mit seiner Familie auf einer winzigen Insel, auf die gerade so ein Leuchtturm passt. Und er liebt das Meer, vor allem die hohen Wellen, die unbedingt zum Surfen einladen.

Um aller­dings ein echter Wellen­reiter zu werden, muss er lange und fleißig üben, er fällt oft ins Wasser, rappelt sich aber immer wieder auf und versucht es erneut. Ganz schön zäh und ausdauernd, immerhin hat er ein großes Ziel, er will eine der Wellen reiten, die so hoch ist wie ein Haus.

Als Leser und Vorleser rechnet man damit, dass Yuki sein Ziel durch seinen Fleiß auch erreicht und das wäre eine gute Geschichte. Doch der Autor Tim Winter­scheid, selbst Surfer, erzählt eine noch viel bessere. Als es nämlich soweit ist, Yuki mit seinem Brett auf die Wellen­riesen zupaddelt, wächst seine Furcht über die Begeis­terung hinaus. Statt aber die Zähne zusammen zu beißen und sich trotzdem in die Wasserwand zu stürzen, tut Yuki etwas noch viel Mutigeres: Er dreht um!

Vorle­se­faktor: Yuki steckt mit seiner Begeis­terung an, wer seiner Geschichte lauscht, rauscht mit ihm durchs Meer. In Kombi­nation mit den fröhlichen Bildern entdecken die zuhörenden Kinder mit Freude die Bewohner über und unter Wasser – wer hat schon eine Möwe zum Freund!? Mit Feuer­eifer vergleichen die Kinder, was sie selbst in den Ferien erlebt haben und berichten bereit­willig, für welches eigene Ziel sie so viel üben würden und natürlich drücken sie vor allem Yuki die Daumen. Die Vorschläge, was er im Angesicht der Monster­wellen tun soll, fallen vielfältig aus, doch einig waren sich am Ende alle: Es war echt schlau von ihm, auf seinen Bauch zu hören!