Wie, das war mal anders? Eine Zeitreise in die Welt vor Smartphone & Co.

Details

Autor: Clive Gifford

Illustrator: Anne Wilson

Verlag: arsEdition 2020

ISBN: 978-3-8458-3995-0

empfohlen von: Annegret Hillinger

in der Stadtbibliothek: Kinder- und Jugendbibliothek am Gasteig, Berg am Laim, Neuaubing, Neuperlach, Hadern, Allach-Untermenzing, Hasenbergl, Sendling, Ramersdorf, Giesing, Isarvorstadt und Laim

zu finden im Interessenkreis: Kinder/Wissenschaft Forschung

unter der Signatur: WbK 0/GIF

Aus dem Engli­schen von Dorothee Haentjes-Holländer.

Können wir Ältere, die wir heute die Omas und Opas sind, uns noch vorstellen, wie unser Leben ohne Wasch­ma­schine, Kühlschrank, Mikro­welle oder gar ohne Tablet und Smart­phone war? Unsere Kinder und gar unsere Enkel­kinder haben keine Vorstellung davon, wie wir und unsere Vorfahren das tägliche Leben ohne all diese Errun­gen­schaften gemeistert haben. Mit Hilfe dieses Buches können wir mit den Enkeln zusammen eine Reise rückwärts in die Vergan­genheit unternehmen.

Angefangen beim Smart­phone über das Internet, den PC, Fernseher, Flugzeuge, Autos und Eisenbahn bis hin zum Rad werden Erfin­dungen und Entwick­lungen beschrieben und mit Hilfe von farbigen Zeich­nungen untermalt. Nicht nur Technik wird erläutert, sondern auch Entwick­lungen in Medizin, die ja eng mit unserem heutigen hygie­ni­schen Standard verbunden sind. Wir erfahren, wie die Notfall­me­dizin erfunden wurde, welch ein Fortschritt die Entde­ckung von Desin­fek­tions- und Betäu­bungs­mitteln war. Ja, gelegentlich bringen auch Kriegs­er­fah­rungen gute Ideen für ein fried­liches Leben, vielleicht als Ausgleich für die Erfindung des Schießpulvers?

Schon früh versuchten die Menschen, sich die Arbeit zu erleichtern: sie erfanden das Rad und dann Wagen mit Rädern für einen leich­teren Transport. Sie entdeckten Baumittel und den Hebekran, selbst unsere heutigen Küchen­geräte beruhen auf Ideen zur Erleich­terung der Hausarbeit. Mit der Erfindung des elektri­schen Lichts konnte man nicht nur länger arbeiten, sondern die durch Kienspan und Kerzen­licht ausge­lösten Häuser­brände waren damit eine Gefahr weniger.

Ein sehr inter­es­santes Sachbuch mit einem Ausblick in die Zukunft, einem Glossar sowie einem chrono­lo­gi­schen Zeitstrahl. Mich störte nur, dass beispiels­weise der bahnbre­chenden Entde­ckung wie der des Feuers kein Kapitel gewidmet wurde. Auch andere wichtige Stufen der Entwick­lungen werden nicht oder nur kurz behandelt. Die einzelnen Kapitel sind leicht textlastig und durch die Anordnung auch etwas unüber­sichtlich. Für ungeübte Leser ist das sicherlich abschre­ckend, daher empfehle ich das Buch für Kinder ab acht Jahren. Die Illus­tra­tionen sind aussa­ge­kräftig, für die „moderne Zeit“ hätte ich jedoch Fotos gewählt.