Wer fragt schon einen Kater?

Details

Autor: Annette Herzog

Illustrator: Pe Grigo

Verlag: Magellan

ISBN: 978-3-7348-4114-9

empfohlen von: Christel Günther

in der Stadtbibliothek: Kinder- und Jugendbibliothek am Gasteig

zu finden im Interessenkreis: Kinder / A-Z

unter der Signatur: u HER

Aristo­teles ist ein bildhüb­scher und von sich einge­nom­mener Kater im besten Alter, für den es nicht immer einfach ist, bei Anna und ihrer Familie zu leben. Aber es ist allemal besser als im Tierheim. Anna hat ihn zu ihrem achten Geburtstag bekommen.

Er hat einen leichten Hang zur Dramatik und möchte am liebsten den ganzen Tag im Mittel­punkt der Familie stehen. Aber welche Katze möchte das nicht? Aristo­teles mag Anna und auch ihre Familie, aber mit einigem ist er unzufrieden: seinem Namen, seinem Schlaf­platz im Keller und dem Lärm, der in Annas Familie manchmal anfällt. Aristo­teles ist absolut überzeugt, dass Anna und ihre Familie sich glücklich schätzen können, dass er bei ihnen lebt. Bis er dann zufällig mitbe­kommt, dass Anna sich zu ihrem nächsten Geburtstag einen Hund wünscht. Welches Mädchen wünscht sich denn schon einen Kläffer? Aristo­teles ist sofort klar: Alles lässt er nicht mit sich machen. Beleidigt läuft er weg, lieber will er ein Straßen­kater werden, als seine Familie mit einem Hund zu teilen. Wenn er nur früher gewusst hätte, was da so an Abenteuer auf ihn zukommt.

Denn als Aristo­teles draußen unterwegs ist, merkt er erst, wie wenig er in der Welt zu Recht kommt, wenn er keinen warmen Schlaf­platz hat und ihm das Futter nicht serviert wird. Seine Versuche Mäuse zu fangen sind herrlich. Nachdem er ausge­rechnet einen Kläffer aus einer sehr unange­nehmen Situation gerettet hat, läuft ihm dieser auch noch ständig hinterher und lässt sich nicht abschütteln. Und doch, gemeinsam erleben sie jede Menge Abenteuer. Zum Schluss wird die Geschichte noch richtig spannend, wie es für ein gutes Kinderbuch auch sein muss. Und natürlich geht auch alles gut aus. Aber ich will hier nicht zu viel erzählen. Die Geschichte handelt von Eifer­sucht, Freund­schaft, vom fehlenden Vertrauen in Freund­schaft und Zuhause-Sein.

Der Schreibstil ist flüssig, witzig und leicht zu lesen. Es gibt viele Momente zum Schmunzeln. Sie wird aus der Sicht des Katers Aristo­teles erzählt, so dass man sich gut in seine Gedanken und Gefühle hinein­ver­setzen kann. Obwohl Aristo­teles so von sich überzeugt ist, muss man ihn einfach gern haben.

Eine Super-Vorle­se­ge­schichte, denn alle Kapitel haben eine angenehme Länge. Außerdem sind die farbigen Illus­tra­tionen in Verbindung zum Text gelungen und überzeugend.