Und dann kam der Fuchs

Details

Autor: Heinz Janisch

Illustrator: Kai Würbs

Verlag: atlantis im Kampa Verlag 2021

ISBN: 978-3-7152-0796-4

empfohlen von: Anita Werner

in der Stadtbibliothek: Noch nicht in der Stadtbibliothek vorhanden

Wir schlagen ein ‚großar­tiges‘ Bilderbuch auf: Bunt die Illus­tra­tionen des Bauernhofs, der Umgebung und der dort lebenden Tiere. Jedem Bauern­hoftier ist ausführlich eine Doppel­seite gewidmet. Es wird darge­stellt, wo genau und wie sie leben.

Der Fuchs als Haupt­dar­steller nähert sich dieser fried­lichen Umgebung. Trotzdem uns der Fuchs litera­risch als klug und schlau bekannt ist, bleibt er aber doch ein Raubtier. Was will also der Fuchs auf dem Bauernhof?

Dies fragen sich auch die Tiere, die auf dem Bauernhof leben. Der Fuchs ist ihnen unheimlich. Jedes der Tiere erschrickt bei dessen Anblick. Ihre unter­schied­lichen Reaktionen sind ausdrucksvoll illus­triert und in wenigen Worten beschrieben. Wie leben die Tiere auf dem Bauernhof? Wohin flüchten oder verstecken sie sich, um der vermeint­lichen Gefahr zu entgehen? Die Kühe im Stall können nicht ausbrechen wie die Katze, die sich im Haus versteckt. Die mögliche Gefahr wird unter­schiedlich wahrge­nommen und wer nicht die Flucht ergreift, zeigt seinen Unwillen durch Muhen, Knurren oder Gackern.

Und was macht der Fuchs? Der Bauer erwartet den Fuchs, öffnet ihm die Tür und hat für ihn einen Fressnapf bereit­ge­stellt. Ein fried­licher Fuchs kuschelt sich in die Arme des Bauern und erst spät am Abend, in der Dunkelheit schleicht sich der Fuchs wieder weg. Sicherlich ist bei einem Raubtier Vorsicht geboten, doch nicht alle sind zu jeder Zeit gefährlich. In diesem Sinne spricht der Bauer zum Fuchs: kränk dich nicht, die anderen wissen noch nicht, dass Fuchs nicht gleich Fuchs ist.

Ein schön illus­triertes Buch, passend für uns Lesefüchse, mit einem überra­schenden Ende.