
Details
Autor: Sabine Lemire
Illustrator: Signe Kjaer
Verlag: Klett Kinderbuch 2026
ISBN: 978–3‑95470–321‑0
empfohlen von: Anke Nienhoff
in der Stadtbibliothek: Bogenhausen, Fürstenried, Giesing, Neuhausen, Pasing, Sendling und Motorama
zu finden im Interessenkreis: Kinder / A – Z
unter der Signatur: k LEM
Was tun, wenn das Gefühl im Bauch irgendwie komisch ist? Wenn man Angst hat, draußen zu schlafen? So ergeht es Molly. Es ist bereits der dritte Band aus der Kinderbuchserie „Molly“. Diesmal geht es um Emotionen und Gemeinsamkeit. Eine Nacht im Wald zelten, für viele Kinder ein aufregendes Abenteuer, für Molly eher ein mulmiges Gefühl. Es geht auf Klassenfahrt. Aufregung und Unsicherheit. Der Lehrer verspricht am Lagerfeuer sitzen, Stockbrot essen und Geschichten erzählen. Aber da sind auch Insekten, komische Geräusche und eventuell Heimweh …
Zum Glück ist Lily an ihrer Seite, und auch die Familie macht ihr Mut. Dank der Entschlossenheit ihrer Freunde Lily, Bastian und Liam fährt Molly mit der Klasse los. Das Zelt wird aufgebaut, zusammen wird gelacht und gelernt. Molly muss besonders mutig sein, als sie mitten in der Nacht ein seltsames Geräusch hören. Schnell merkt sie: Sie ist nicht die Einzige, der eine Übernachtung im Wald unheimlich ist. Gemeinsam entdecken die Kinder, dass Mut, Zusammenhalt, ein bisschen Humor und ein Kuscheltier jede Herausforderung leichter machen.
Vorlesefaktor: die verschiedenen Empfindungen von Molly werden umfassend beschrieben. Unsicherheit, ob Molly wirklich mitfährt. Ärger, weil Mama und Papa sie nicht verstehen wollen. Erleichterung, weil Lily dabei ist. Aufregung, weil sie den Rucksack selbst packt. Traurig, weil sie Papa vermisst. Angst, weil der Wald unbekannte Geräusche macht. Neugier, weil wilde Tiere wie Käfer, Fuchs und Eule erklärt werden.
Die Bilder sind liebevoll gemalt und animieren zum Anschauen und Entdecken. Der Inhalt ist bestens für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Das Buch lädt ein, über Gefühle zu sprechen, über Freundschaft, gemeinsames Zelten und echte Abenteuer erleben. Insgesamt ist viel Potential für Gespräche und Nachfragen. Da die Geschichte in kurze Abschnitte eingeteilt ist, und die Schrift zum Selberlesen einlädt, ist es an sich ideal fürs erste Selberlesen geeignet. Aber es fiel meinen Zweitklässlern beim Zuhören schwer, dem Spannungsbogen zu folgen. „Aber warum soll ich zelten, wo ich doch ein eigenes Zimmer habe?“ war die Erklärung eines Jungen. Was soll man dazu sagen!