Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Einschlaf-Geschichten aus dem Wald

Details

Autor: Katrin Pokahr

Illustrator: Barbara Scholz

Verlag: Baumhaus Verlag 2025

ISBN: 9783833910319

empfohlen von: Helga Jesberger-Fischer

in der Stadtbibliothek: Stadt­bi­bliothek im Motorama 

zu finden im Interessenkreis: Kinder / Zum Vorlesen 

unter der Signatur: k POK

Herr Hütchen ist ein Eichel­männchen. Er trägt einen flauschigen Mantel aus Weiden­kätzchen, und auf dem Kopf ein Eichel­hütchen. Daher sein Name. Er wohnt im Wald in einer alten Eiche. Tagsüber schläft er. Aber am Abend weckt ihn der Weckkäfer Klickklack. Denn Herr Hütchen hat eine wichtige Aufgabe. Jeden Abend dreht er seine Runde im Wald und bringt alle Tiere ins Bett. Er deckt sie zu, erzählt eine Geschichte und singt ihnen ein Schlaflied.

Herr Hütchen nimmt sich immer Zeit für seine Freunde, er hört ihnen zu und hat immer einen guten Rat für sie, wenn sie nicht einschlafen können. Dann erzählen sie ihm, was sie bedrückt, von ihren Sorgen, wenn sie sich im Dunkeln fürchten oder einfach zu aufgeregt sind von den Erleb­nissen des Tages.

Einmal haben sich der Fuchs und das Eichhörnchen gestritten. Der Fuchs kann deshalb keine Ruhe finden. Während Herr Hütchen ihm eine Geschichte erzählt, wird dem Fuchs klar, was er zu tun hat. Gleich am Morgen wird er sich beim Eichhörnchen entschul­digen, damit sie wieder Freunde sein können. Im Kanin­chenbau kann auch keine Ruhe einkehren. Das Jüngste hat einen Schluckauf und hält mit seinem Hicksen alle wach. Herr Hütchen weiß durch eine Geschichte auch hier zu helfen. Am Ende kuscheln alle Kaninchen zusammen und Herr Hütchen singt sein Abendlied.

Das Wiesel hat sein Kuscheltier verloren. Ohne seinen Fluffi kann es nicht einschlafen. Doch Herr Hütchen ist ein guter Finder von verlo­renen Sachen, und so geht auch diese Geschichte gut aus. Etwas kompli­zierter wird es beim Dachs. Der hat einen Gedanken verloren. Irgendwas Wichtiges, es fällt ihm aber leider nicht mehr ein! Hier braucht Herrn Hütchen viel Geduld und Finger­spit­zen­gefühl. Gemeinsam finden sie den Gedanken vom Dachs wieder und der kann getröstet einschlafen.

Beim Wildschwein herrscht helle Aufregung. Kein Gedanke ans Zubett­gehen. Das Wildschwein ist verliebt. In die Schlange! Diese Gefühle bringen ihn ganz durch­ein­ander. Wie soll er sich der Schlange erklären? Herr Hütchen rät ihm, ein Gedicht zu schreiben. Es dauert seine Zeit, bis endlich alles aufge­schrieben ist. Als die Schlange gerade vorbei­kommt, versucht das Wildschwein seine Verse vorzu­tragen. Das geht in der Aufregung schief. Trotzdem hat die Schlange verstanden und verspricht dem Wildschwein ein Rendezvous für den nächsten Tag. Es dauert noch eine ganze Weile, bis das Wildschwein endlich Ruhe gibt und Herr Hütchen sein Schlaflied singen kann.

Jetzt ist es schon sehr spät geworden und Herr Hütchen muss sich beeilen, auch den übrigen Tieren seine Gute-Nacht-Geschichten zu erzählen und sein Lied zu singen. Es ist fast schon hell, als er endlich zu seiner Eiche kommt, um sich in seine Hänge­matte zu legen. Müde ist er, aber er kann keinen Schlaf finden. Erst muss er noch über seine Was-passiert-dann-Maschine nachdenken. Klickklack wird schon nervös. “Es ist Schla­fenszeit!”, mahnt er Herrn Hütchen. Doch der muss erst noch etwas auspro­bieren an seiner Maschine. Irgendwann ist auch dieses Problem gelöst und Herr Hütchen schläft ein.

Zwölf wunder­schöne Einschlaf­ge­schichten sind in diesem Buch versammelt. Alle gehen gut aus, so dass sie die Zuhörenden beruhigt zurück­lassen. Die Texte sind sehr humorvoll und kindge­recht. Nebenbei sind in die Geschichten des freund­lichen Nacht­wächters kleine Botschaften einge­woben. Wie man Freund­schaften pflegt, Konflikte löst, aufein­ander aufpasst, mit Gefühlen umgehen lernt. Alle Geschichten schaffen eine angenehme Atmosphäre für das abend­liche Einschlafritual.

Besonders gelungen sind die liebe­vollen Bilder. Sie begleiten die Texte auf einfühlsame und sympa­thische Weise.