
Details
Autor: Kristina Andres
Verlag: Moritz Verlag 2025
ISBN: 978–3‑89565–491‑6
empfohlen von: Wulfhilt Müller
in der Stadtbibliothek: Allach-Untermenzing, Fürstenried, Isarvorstadt, Laim, Maxvorstadt, Sendling und in der Kinder- und Jugendbibliothek im Motorama
zu finden im Interessenkreis: Kinder / A – Z
unter der Signatur: k AND
Es sind Winterferien. Matti und Janne langweilen sich, da es dauernd regnet. Also bitten sie darum, dass sie zu Tante Olga fahren dürfen, die in einem alten Haus am Waldrand auf dem Land lebt. Die Eltern geben ihre Erlaubnis gern. Am nächsten Tag landen sie nach zweistündiger Zugfahrt sicher bei Tante Olga, die sie zusammen mit dem Hofhund Nero am Bahnhof abholt. Nach kurzer Autofahrt kommen sie im alten Haus an und die beiden Jungen erkunden erst einmal, was sich seit ihrem letzten Besuch getan hat.
Als sie am nächsten Morgen aufwachen, ist alles dick verschneit und die beiden Jungen kümmern sich zusammen mit Tante Olga um die Tiere des Waldes. Zuerst bekommen die Vögel im Garten Futter, dann fahren sie mit Tante Olgas altem Hörnerschlitten in den Wald und bringen Heu, Eicheln, Möhren und Äpfel zur Futterraufe. Dort erzählt ihnen Tante Olga von Wampe, dem dicksten, größten Wildschwein.
Als der Schnee immer stärker fällt, machen sie sich auf den Heimweg. Matti jedoch fällt auf dem Weg zurück, denn er hofft Wampe zu sehen und ihm einen Apfel zu „spendieren“.
Als er sich im Wald nicht mehr zurechtfindet, findet ihn glücklicherweise Janne, der ihn schon gesucht hatte. Nun aber wissen sie beide nicht mehr, wo sie sind, und setzten sich auf einen kleinen Hügel, um sich auszuruhen. Doch plötzlich bewegt sich dieser und ein großes schwarzes Etwas rast davon. Es ist Wampe, der alte Keiler. Die beiden Jungen schütteln sich vor Lachen. Nero, Tante Olgas Hund findet nun die Kinder. Mit seiner Hilfe kehren sie zurück zur Tante.
Eine sehr schöne Wintergeschichte, aus der allerhand über Wildtiere zu erfahren ist. Sehr lehrreich sind die zwei Seiten in der Mitte des Buches, wo viele Wildspuren um die Futterraufer herum abgebildet sind. Gut lassen sich da Unterschiede zwischen Hirsch und Reh, Wildschwein und Dachs oder Fuchs und Hase erkennen. Auch das Eichhörnchen und Nero, der Hofhund, sind dabei. Abgerundet wird dies noch durch das letzte Kapitel, in dem die Autorin etwas näher auf Wildschweine und die richtige Fütterung von Wildtieren eingeht.
Das Buch ist sehr schön in klaren Bildern und zarten Farben illustriert und wunderbar zum Lesen bei kaltem, unfreundlichem Wetter im warmen Zimmer. Es gibt Einblicke in die winterliche Natur auf dem Land und im Wald, die unsere Stadtkinder heutet kaum noch haben können.