Ein Hund namens Kominek

Details

Autor: Antje Bones

Illustrator: Jasmin Schäfer

Verlag: Knesebeck-Verlag 2018

ISBN: 978-3-95728-058-9

empfohlen von: Annegret Hillinger

in der Stadtbibliothek: Am Gasteig Kinder- u.Jugendbibliothek

zu finden im Interessenkreis: EG Kinder/Tiere

unter der Signatur: k BON

Die Geschichte beginnt in unserem Nachbarland Polen, in einer Stadt mit dem schier unaus­sprech­lichen Namen Przemyśl. Hier lebt Tadeusz mit seinem Hund Kominek auf einem Schrott­platz. Während Tadeusz Autos repariert, macht es sich Kominek in den alten Autos bequem und genießt die Musik aus dem Autoradio, denn Tadeusz schaltet als Erstes in der Früh immer eines der Autoradios ein. Kominek fühlt sich dabei pudelwohl, obwohl er ja gar kein Pudel ist, eher ein Schmudel – eine Mischung aus Schnauzer und Pudel, aber mit einem pechschwarzen Fell. Dem verdankt er auch seinen Namen Kominek, das heißt nämlich Kamin auf deutsch.
Der einzige Besuch, den die beiden bekommen, ist der Postbote Janusz. Nur mit dem hat’s Kominek – wie die meisten Hunde – nicht so, daher geht ihm Janusz, auch nicht gerade ein Hunde­freund, möglichst aus dem Weg. Und dann stirbt eines Tages der alte Tadeusz. Kominek ist untröstlich und bleibt allein auf dem Schrott­platz. Doch Janusz kümmert sich täglich um das traurige Wollknäuel und versucht ganz behutsam, sein Vertrauen zu gewinnen. Anfangs bringt er ihm Wurst vom besten Metzger der Stadt mit, die Kominek aber nur frisst, wenn man sie ihm in kleine Stücke schneidet.
Endgültig erobert Janusz aber das Herz von Kominek, als er ihm auf der Klari­nette Lieder vorspielt. Dabei entdeckt Janusz, dass Kominek nicht nur ein äußerst musika­li­scher Hund ist, sondern auch ein Hund, der im Takt der Musik tanzen kann. Janusz, der früher in einem berühmten Orchester in Warschau gespielt hat, beschließt, sein Brief­trä­ger­dasein aufzu­geben und mit Kominek und der Klari­nette als Straßen­mu­sikerduo aufzu­treten. Sie machen sich auf den Weg und werden unterwegs zur Sensation; sie werden sogar für einen Auftritt bei einem Kinder­ge­burtstag gebucht. Sie erobern natürlich die Herzen der Kinder, vor allem von Agata, dem Geburts­tagskind, und ihrem rothaa­rigen Freund Kamil. (Agata und Kamil schmücken übrigens zusammen mit Kominek und Janusz den Bucheinband.) Nach einem weiteren
Zwischen­stopp in einem Jazzclub in Krakau fahren sie über Hamburg ihrem neuen Ziel Amerika entgegen, wo sie ein Engagement erhalten sollen.
Die Presse­an­kün­digung hat nicht zuviel versprochen: “Ein Kinderbuch, dass die großen Themen des Lebens – Heimat, Liebe, Leben, Tod und Musik – wunderbar poetisch erzählt.” Und zudem erfährt man etwas über eine Ecke Europas kurz vor den Karpaten, die nicht gerade vor unserer Haustüre liegt, aber noch zum Schen­genraum gehört. Ganz nebenbei kann man dann noch über Stern­bilder plaudern, wenn Janusz dem Kominek das Sternbild des Kleinen Hundes erklärt .…