Ein Funke Hoffnung

Details

Autor: Troon Harrison

Illustrator: Sonja Stangl

Verlag: Edition Nilpferd 2026

ISBN: 978–3‑7074–5323‑2

empfohlen von: Michaela Hanauer-Dietmaier

in der Stadtbibliothek: Bogen­hausen, Fürstenried, Giesing, Hasen­bergl, Laim, Neuhausen, Pasing, Schwabing, Sendling

zu finden im Interessenkreis: Bilderbuch / Gefühle

unter der Signatur: b STA

Ein Funke Hoffnung begleitet den einsamen Hund auf seine Weise – der Nase nach. Die Straße, auf der er hungrig und mit wehen Pfoten unterwegs ist, wird erdrückt von Staub und Abgasen. Wir kennen diesen Mief. Er stinkt auch für unsere Nasen und wir fliehen davor so schnell wir können in unsere Häuser. 

Doch der Hund hat kein Zuhause mehr. Nur in seinem Geruchs­ge­dächtnis duftet es nach Zitronen und warmen Linsen. In einem ihm fremden Wald droht er aufzu­geben. Als es fast zu spät ist, wird er gefunden und von liebe­vollen Armen ins Tierheim gebracht. Ihn erwarten neue Gerüche. Und er lässt sich aufpäppeln. Doch es ist nur eine Verschnauf­pause, denn der braune Hund muss noch einmal den Ort wechseln. Sehnsüchtig wird er dort erwartet, aber für ihn riecht es fremd. Er braucht einige Zeit bis er wirklich ankommt, bis er in seinem neuen Heim den Duft von warmen Linsen wahrnimmt. Es spricht für das große Herz des Hundes, dass er nach einer Weile einen weiteren Hund aufnehmen kann. Mit dieser kleinen gescheckten Hündin wird das neue Haus erst richtig zum perfekten Zuhause.

Mit nur wenigen Worten und bewegten Bilder bangen wir von der ersten Seite an mit. In diesem Bilderbuch stecken viel Mut und viel Trost, alles, was wir gerade jetzt besonders gebrauchen können.

Vorle­se­faktor: Ein guter Aufhänger, um zu erklären, was ein Tierheim ist und welche unver­zicht­baren Aufgaben dort erfüllt werden. Die Geschichte fördert Aufmerk­samkeit, Verant­wortung und Mitgefühl für Tiere in unserem Umfeld, indem sie uns den Weg des Hundes miter­leben lässt. Gleich­zeitig kann dieses Buch hervor­ragend genutzt werden, um einen unsere fünf Sinne zu aktivieren, den wir weit weniger bewusst nutzen als unsere tieri­schen Freunde. Was stinkt am meisten? Was riecht besonders gut? Wer mag den Duft von Zitronen ebenso wie der Hund? Oder wer weiß überhaupt, wie warme Linsen duften? Nach Hoffnung? Wenn die Zuhörer für den Geruchstest kurz die Augen schließen, wird die Vorstel­lungs­kraft optisch weniger abgelenkt.

Das einzige kleine Vorle­se­risiko: Im Anschluss wollen bestimmt fast alle Kinder ebenfalls einen Hund aus dem Tierheim retten!