Die Liga der Unsichtbaren

Details

Autor: Gunnel Linde

Illustrator: Peter Schössow

Verlag: Gerstenberg Verlag

ISBN: 978-3-8369-5143-2

empfohlen von: Korinna Schroll

in der Stadtbibliothek: Kinder- und Jugendbibliothek Am Gasteig, Allach, Bogenhausen, Giesing, Hadern, Hasenbergl, Ramersdorf, Waldtrudering und Fahrbibliothek 3 + 4

zu finden im Interessenkreis: Kinder / Krimi

unter der Signatur: u LIN

Rustan lebt zusammen mit seiner jüngeren Schwester Liv und seinen Eltern in einem Stock­holmer Hochhaus. Sein ehrgei­ziges Vorhaben ist die Gründung der „Liga der Unsicht­baren“, ein Geheimclub, der die Polizei unter­stützen soll, den meist­ge­suchten Dieb in Stockholm dingfest zu machen.Um genügend Aktivisten zu finden, entwirft und verschickt Rustan einen Ketten­brief – mit Erfolg.

Mitten im größten, beruf­lichen Stress, fühlen sich die Eltern von den Kindern genervt und schicken sie ausge­rechnet jetzt zur resoluten Großmutter. Obwohl die auch nicht versteht, was vor sich geht, hat sie ein wachsames Augen auf die Kinder. Das bringt Rustan immer wieder in Erklä­rungsnot, wenn er versucht mit allen Mitteln den Hund, der nur in der Fantasie seiner Schwester existiert, zu verbergen und plausibel zu machen, warum die Schranktür immer wieder aufgeht, weil der Hund Luft zum Atmen braucht.

Gespenster sind im Haus, das ist die einzige Erklärung, die Großmutter und Haushäl­terin für die merkwür­digen Vorkomm­nisse haben. Die beiden gehen auf Geisterjagd. Inzwi­schen hat sich der Ewige Erwin mit zwei weiteren Ganoven in das Haus der Oma geschlichen und damit beginnt eine turbu­lente Nacht mit vielen skurrilen und rätselhaft erschei­nenden Ereig­nissen. Rustan gelingt es, Dank seiner Pfiffigkeit, die Liga der Unsicht­baren zu aktivieren und der Polizei die Gauner inklusive Beweis­ma­terial zu übergeben.

Diese virtuose Detek­tiv­ge­schichte lebt von zugespitzten, ausweglos erschei­nenden Situa­tionen, die sich dann auf so komische Weise auflösen, dass der Leser gar nicht umhin kommt, sich königlich zu amüsieren. Die Fantasie und Vorstel­lungs­kraft der Kinder entfachen eine mitrei­ßende Dynamik, die fesselt bis zu letzten Zeile.

Der lakonische Ton mit kurzen, klaren Sätzen und vielen Dialogen sorgt für Tempo und Spannung. Obwohl das Original bereits 1960 erschienen ist, hat dieser Kinder­krimi an Aktua­lität und Charme nichts verloren. Eine Lesever­gnügen, dass besonders Jungen anspricht.