Die kunterbunte Welt der Tierfamilien

Details

Autor: Christian Johannsmann

Illustrator: Stéffie Becker

Verlag: rotfuchs 2025

ISBN: 978–3‑7571–0191‑6

empfohlen von: Helga Jesberger-Fischer

in der Stadtbibliothek: Bogen­hausen, Hasen­bergl, Riem und Schwabing 

zu finden im Interessenkreis: Kinder / Tierwissen

unter der Signatur: Uhn / JOH 

Geschichten und Bilder von Tieren und ihren Jungen sind immer faszi­nierend für Groß und Klein. In diesem schönen Sachbil­derbuch gibt es über die Freude beim Anschauen hinaus noch viel zu erfahren: Über die Art und Weise, wie Tierfa­milien zusam­men­leben, welches Elternteil oder welches andere Famili­en­mit­glied den Jungen alles Wichtige beibringt für das Leben in ihrem Lebensraum. Das ist sehr lehrreich und spannend zugleich. So vielfältig die Tierwelt ist, so groß sind die Unter­schiede, wie mit dem Nachwuchs umgegangen wird.

Die Auswahl der in diesem Buch beschrie­benen Tiere ist abwechs­lungs­reich. Ob auf dem Land, im Wasser oder in der Luft, für alle Bereiche finden wir Beispiele. Viele Tiere sind uns bekannt. Es lohnt sich aber, sich noch einmal die Beson­der­heiten vor Augen zu führen. Andere Tiere sind vielleicht eher fremd, aber nicht weniger interessant.

Wir erfahren zum Beispiel, dass Fleder­mäuse ihre Jungen kopfüber auf die Welt bringen. Die Mutter muss sie aus dem Bauch nach oben pressen. Das Junge fällt dann weich in einen als Tasche ausge­brei­teten Hautflügel.

Kängurus schlüpfen gleich nach der Geburt in den Bauch­beutel der Mutter und bleiben dort bis sie groß genug sind, sich selbst zu versorgen.

Bei den Seepferdchen werden die Männchen schwanger und lassen die Eier in einer Bruttasche reifen, in die das Weibchen sie abgelegt hat.

Bei den Campbell-Zwerg­hamstern helfen die Männchen aktiv bei der Geburt mit. Sie ziehen die Jungen aus der Mutter heraus, entfernen die Frucht­blase und lecken die Neuge­bo­renen sauber.

Die Pingui­neltern teilen sich die schwere Aufgabe, in der Eises­kälte der Antarktis ihre Eier ausrei­chend warm zu halten. Gut geschützt auf den Füßen des Vaters und von einer Hautfalte bedeckt, können die Eier reifen bis die Küken schlüpfen.

Bei anderen Tieren wie Pferde, Eisbären und Rehen ist die Mutter allein für die Aufzucht des Nachwuchses zuständig.

Manche Tierarten, zum Beispiel Bienen, Ameisen, aber auch Nackt­mulle haben sich so einge­richtet, dass nur die sogenannte Königin den Nachwuchs zur Welt bringt. Die Pflege der Jungen ist dann aber die Aufgabe des ganzen Staates.

Viele weitere Beispiele für die faszi­nie­rende Welt der Tierfa­milien sind in diesem Buch zusam­men­ge­tragen. Die einzelnen Abschnitte sind kurz, nicht mit zu vielen Infor­ma­tionen befrachtet, so dass sie sich sehr gut lesen und vorlesen lassen. Die großar­tigen Bilder sind einfach schön anzuschauen und ergänzen die Geschichten. Man möchte sie immer wieder betrachten. Das Buch hat das Potenzial zum Lieblingsbuch, das immer wieder gern aus dem Regal genommen wird. Zum Vorlesen im Vorschul­alter, auch zum Selber­lesen in der Grundschule.