Vorlesestart in Hadern

Lesefüchse und Bibliothekarinnen in der Bibliothek Hadern. (v.l.:) Heike Detgen, Brigitte Peter, Manfred Lucko, Ute Groß, Nora Lichtenstern, Helga Schulze, Hildegard Schek und Kathrin Braunschläger

Vier Damen bilden das neue Vorleseteam in der Stadtbibliothek Hadern, deren Gebäude gleich neben der U-Bahn Haltestelle Haderner Stern liegt. Künftig wird es jeden Donnerstag ab 15:30 Uhr eine Stunde lang heißen: "Psst! Wir lesen vor!"
Die stellvertretende Bibliotheksleiterin Heike Detgen hatte die Kinderecke hergerichtet und Manfred Lucko, im Beirat des Vereins für die Bibliotheken zuständig, brachte am ersten Vorlesetag frische Blumen und erprobte Ratschläge mit. Und weil so ein Anfang auch für die Bibliotheksleitung immer etwas besonders ist, nutzte Ute Groß, bis Ende November die Leiterin für alle Stadtteilbibliotheken, einen ihrer letzten Arbeitstage vor dem Rentenbeginn, ebenfalls für einen Besuch in der neuen Lesefuchs-Lesestunde. Sie wurde begleitet von Kathrin Braunschläger, die sich in der Zentrale am Gasteig künftig um die Belange der Lesefüchse kümmern wird. Hadern ist ja immerhin die 19. Bibliothek, in der die Lesefüchse vorlesen.
Brigitte Peter übernimmt die Teamleitung. Sie hat lange Zeit bei Sigrid Taubenberger vorgelesen, einer Mitgründerin der Lesefüchse. In der Schule am Insbrucker Ring unterstütze sie drei Jahre als Springerin ihre Mit-Vorleser.
Nora Lichtenstern wohnt gleich in der Nachbarschaft. Als sie hörte, dass an "ihrer" Bibliothek eine neue Vorlesegruppe gegründet wird, war sie gleich Feuer und Flamme. Die Lesefüchse kennt sie als Springerin aus der Margarete-Danzi-Schule. Aber in einer Bücherei zum Stammteam zu gehören, ist schon ein anderes Ding. Besonders freut es sie, dass für kleine Kinder ab vier Jahren vorgelesen wird, "denn die Kleinen gehen immer so richtig mit bei jeder Geschichte!" Und da passt ihr Lieblingsbuch, "Das Neinhorn" von Mark Uwe Kling ganz besonders gut.
Für Hildegard Schek ist es ebenfalls die Begeisterungsfähigkeit, der kleinen Kinder, die sie am Vorlesen so besonders liebt.
Das liegt sicherlich auch immer an den Vorleserinnen selber, wenn es gelingt, Kinder für Geschichten zu begeistern. Helga Schulz, eine quirlige kleine Dame, "ich komm aus dem Kohlenpott NRW", hat sicherheitshalber ihr Lieblingsbuch mitgebracht. Es ist der "Kleine Havelmann". "Hab ich am Flohmarkt erstanden", verkündete sie stolz. Und wenn das nicht ankommen sollte, dann will sie "Alles Pinguin, oder was" probieren, ein modernes Buch über den Unsinn von Vorurteilen. "Ich gehöre zur Kriegsgeneration. Da hatte man andere Sorgen, als Bücher oder Vorlesen", erzählt sie. "Um so schöner, dass es jetzt soetwas für alle Kinder gibt!"
Eine gute Handvoll hatte sich gleich beim ersten Termin im Laufe der Stunde schon bei den Lesefüchsen eingestellt.
Jedes teilnehmende Kind erhält nach dem Vorlesen einen Stempel auf seine Stempelkarte. Ist diese voll, gibt es ein schönes Buchgeschenk aus der Lesefuchs-Bücherkiste! Und fleißige Zuhörerinnen und Zuhörer werden beim 100. Besuch besonders geehrt.
(hpm)

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