Das Faultier und das Knäckebrot

Manuela Seidel hatte gleich einen ganzen Arm voller Bücher zur Bücherschau junior ins Stadtmuseum mitgebracht. Foto: hpm

Das sind ja mal Probleme: Bestreicht man ein Knäckebrot nun von der rauen Seite oder eher von der glatten? Was Manuela Seidel auf der Münchner Bücherschau junior ihren jungen Zuhörern servierte, war nicht von schlechten Eltern. Denn in dem Buch von Bob Konrad entwickelt sich aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen Opa und Oma eine handfester Streit, der alle Erwachsenen im ganzen Dorf erfasst.

Manuela Seidel liest sonst regelmäßig für die Lesefüchse im Verkehrsmuseum vor. Im Münchner Stadtmuseum hatte sie eine kleine, aber ruhig Nische zur Verfügung und etwa 20 Kinder im besten Vorlesealter flätzen vor ihr auf den Kissen und niedrigen Bänken. Die Lesefüchse sind mit ihren Vorleser/innen schon einge Jahre mit dabei. Rund 5.000 Medien waren in den verwinkelten Räumen am Jakobsplatz  vom  16. bis 24. März ausgestellt. Vorgelesen wurde sonntags.

Damit es nicht langweilig wurde, hatte Seidel, die selber Kinderbücher schreibt, eine ganzen Arm voller Bücher dabei. Bei der Geschichte von Ratz und Mimi (Franziska Gehm), einem Faultier und einer Motte, konnten die Kinder wie es Ratz vormachte, immer wieder herzhaft gähnen. Beim Buch, das niemand las, (Cornelia Funke) ging es darum, wie man sich auf seinem langweiligen Regal bemerkbar macht. Und das Sachbuch mit der Frage "Warum Nilpferde nie alleine sind" handelt um reale Freundschaften im Tierreich. Eine wunderbare Zusammenstellung für einen langen Sonntag Nachmittag.

(hpm)

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