Bildung und Sport, eine unschlagbare Kombination – Achtes Lesefest unter dem Motto „Aufschlagen statt Draufschlagen“

Lesefest 2014

Am Morgen vor dem Gelände der Bereitschaftspolizei

Am 8. Juli, morgens um 8:15 Uhr, startete das diesjährige Lesefest: Die ersten fleißigen Lesefuchs-Vorleser, gehüllt in navyblaue Lesefest-T-Shirts mit Polizeifuchs-Logo, fanden sich an der Wache der Bereitschaftspolizei in der Rosenheimer Straße ein. Neben 35 Lesefüchsen und mehr als 100 Polizeibeamten beteiligten sich auch wieder Mitarbeiterinnen von Ernst & Young am Lesefest. Ausgerüstet mit Literatur zum Vorlesen, Armbändern und Polizeifuchs-Buttons zum Verteilen an die Schüler und Geschenktaschen mit Lese- und Bastelüberraschungen zogen sie gemeinsam los.

Aufgrund der hohen Regenwahrscheinlichkeit musste die Veranstaltung kurzfristig nach innen verlegt werden, was aber der Laune der Kinder keinen Abbruch tat. Zu spannend war es, einmal einen Blick in die Polizeigebäude werfen zu dürfen. Insgesamt neun Ganztagsklassen der dritten und vierten Jahrgangsstufe eroberten so das Gelände. Sie wurden jeweils von einem Moderatorenteam aus Lesefüchsen und Polizeibeamten zu ihrem Bereich geführt, wo sie dann abwechselnd den Vorlesern zuhören oder sich sportlich verausgaben durften. Brotzeitpausen waren natürlich auch mit eingeplant.

Auf diesen Tag waren die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld durch einen Kontaktbeamten der jeweiligen Schule vorbereitet worden. Aufmerksam lauschten sie nun den Geschichten aus dem Polizeialltag und zum Thema Mobbing und Gewalt. Warum die „dicke Dina“ von den „fiesen Vier aus der Vierten“ gemobbt wird und wie sich dagegen wehrt, berührte die Kinder sichtlich. Anschließend durften sie unter Anleitung von Polizeibeamten sportlich aktiv werden und Übungen im Ringen, Taekwondo und fernöstlichen Kampfkünsten verfolgen. Die Kombination von Bildung und Sport sollte den Kindern gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten im Alltag aufzeigen und vor Augen führen, wie wichtig es im Leben ist selbstbewusst aufzutreten.

Kinder lernen aber auch viel über das Lesen und über Gespräche zu den Geschichten, wie sie ihre Gefühle in Worte fassen können. Wer sich schlecht ausdrücken kann, schlägt schneller zu. „Keine Gewalt hat Dauer“ – das wusste bereits Leonardo da Vinci, und so legt auch die Münchner Polizei besonders viel Wert auf Präventionsarbeit. „Geschichten sind der Schlüssel zur Welt“, sagte Polizeidirektor Christian Gruber, „und stehen für Verständnis, Fantasie und Kreativität, für Chancengleichheit und Integration in unserem Wertgefüge.“

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es einen besonderen Höhepunkt: Athleten aus dem Ringen und Schwarzgurt-Träger, darunter auch Christian Gruber selbst, zeigten ihre Künste im Rahmen einer kleinen Gala-Vorführung.

Beim Abschlussempfang dankte die Vorsitzende Riccarda Boehm allen Mitwirkenden, den zahlreichen Vorleserinnen und Vorlesern, den Mitarbeiterinnen von Ernst & Young, den Polizeibeamten, den großzügigen Förderer und vor allem Polizeidirektor Christian Gruber für sein langjähriges Engagement. Der Schirmherr des Lesefestes, Polizeivizepräsident Robert Kopp brachte zum Ausdruck, wie wertvoll das Vorlesen und Lesen für die Kinder ist und wie vorbildlich die Kooperation zwischen Polizeipräsidium und Lesefüchsen ist.

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